Montag, 23. Januar 2012
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Freitag, 30. Dezember 2011
9. Schlussbemerkung
Wir unterstützen auch auf dem Weg zur lesbischen Gesellschaft weitere gesellschaftlich relevante Bereiche:
Respekt vor dem Leben, Ökologie und Pazifismus

Wir verstehen das Manifest nicht als vollständig, sondern als Anstoß für eine landesweite und bundesweite Diskussion innerhalb der Lesben und der Gesellschaft.

Wir freuen uns auf den Austausch mit allen Interessierten, die mit uns eine lebendige und offene lesbische Zukunft Schrittweise umsetzen wollen.



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Teilziel, 8. Bereich Gesundheit
1. Förderung der Lesbenlibido (z.B. in der Schule durch Mädchen-Orgasmus-Kurse, Lesben-Orgasmus-Kurse, Dark-Room-Partys).

2. Lesben sollen im Gesundheitswesen grundsätzlich von Lesben behandelt werden.

Begründung: Frauen werden durch Medizinerinnen besser und erfolgreicher behandelt als durch Mediziner.
(Baumhäkel, M., Müller, U., Böhm, M. (2009) European Journal of Heart Failure 11, 299–303.)

3. Total-OPs bei Lesben nur bei dringender Indikation.

4. Lesben werden darin unterstützt, offen und geschützt über ihre Gewalterfahrungen zu berichten.

5. Wir fordern staatlich finanzierte Schwangerschaftsberatung für Lesben mit Kinderwunsch.

6. Einrichtung von professionellen Beratungsstellen in Bezug auf Partnerschafts- und Familienkrisen in lesbischen Beziehungen, sowie auch professionelle Beratung bei häuslicher Gewalt (z.B. in der Zeit des Coming-Outs/ aber auch innerhalb von lesbischen Beziehungen).

7. Untersuchung der lesbenspezifischen gesundheitlichen Probleme im Bereich der Frauengesundheit mit anschließender Einleitung von Maßnahmen.



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Teilziel, 7. Bereich Recht
Jede dritte Frau wird gemäß der UNIFEM in ihrem Leben einmal vergewaltigt, geschlagen, zum Sex gezwungen oder auf andere Weise misshandelt. Häusliche Gewalt ist bei Frauen zwischen 16 und 44 Jahren weltweit die häufigste Ursache für Tod und schwere gesundheitliche Schäden, häufiger als Krebs, Malaria oder Verkehrsunfälle (AI, Schweizer Sektion, 2004). In der BRD wurden 2007 22.637 Frauen und 11.943 Mädchen nachweislich sexuell missbraucht. Zudem wurden in 2007 15.152 Frauen unter Gewaltanwendung getötet und weitere 7.268 noch vor der Tötung vergewaltigt (Polizeiliche Kriminalstatistik). Es ist daher zu fordern:

1. Das Wahlrecht wird geändert: Lesben haben die doppelte Stimme. Dieses Wahlrecht gilt für die Dauer einer Generation (= 15 Jahre).

2. Jegliche Art von Gewalt gegen Lesben (ökonomisch, körperlich, psychisch) wird strengstens bestraft.

3. Bei Vergewaltigung werden nur Richterinnen / Lesben eingesetzt.

4. Männer kommen nach der zweiten Vergewaltigung dauerhaft in Männerisolation.

5. Jede Art offen geäußerter oder tätlich umgesetzter Homophobie, ist unter Strafe zu stellen.

6. Lesbische Paare können straffrei jederzeit ihren Kinderwunsch erfüllen. Das Adoptionsrecht sollte vornehmlich Lesben ausgesprochen werden. Alle anderen Partnerschaften erhalten dann das Adoptionsrecht erst, wenn sich keine adoptionswilligen Lesben finden.

7. Alle Gesetze sollen auf die Umsetzung des Gleichbehandlungsgesetzes überprüft und angepasst werden.

8. Alle Arbeitsverträge, Tarifverträge und Verwaltungsvorschriften sollen bezüglich der Besoldung, Zusatzversorgung, Pensions- und Rentenansprüche in Bezug auf die Umsetzung des Gleichbehandlungsgesetzes überprüft und angepasst werden.



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Teilziel, 6. Bereich Medien
Die Medien haben die Aufgabe die Würde von Lesben grundsätzlich und jederzeit zielführend zu unterstützen.

1. Der Konsum von Pornographie und gewaltverherrlichenden Medien führt nachgewiesener Maßen zur Nachahmung und verstärkter Gewalt und Aggressionsbereitschaft. ( Johnson, J.G. et al. (2002). Science, 295, 2468-2471.)

Daher wird folgendes gefordert:

1.1. Die Medienanstalten haben den Auftrag die
Produktion von Lesben-Filmen zu unterstützen und zu fördern.

1.2. Aus allen von Männern hergestellten Pornos sind Lesben-Sex-Szenen zu streichen. Von und für Lesben hergestellte Pornos dürfen selbstverständlich Lesben-Sex-Szenen enthalten.

1.3. In heterosexuellen Pornos dürfen grundsätzlich keine devoten Lesben gezeigt werden.

2. Wir fordern ein vollständiges Verbot von sexualisierter Werbung.
2.1. Ein notwendiger Schritt ist der vollständige Austausch aller zehn Mitglieder des Deutschen Werberats durch Lesben.



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Teilziel, 5. Bereich Verkehr
1. In der Bahn sind getrennte Bereiche für Lesben einzuführen, z.B. getrennte Toiletten, Lesben-Frauenabteile, getrennte Schlafabteile.

2. Weitere sichere Lesbenräume auf der Straße sind einzuführen, z.B. Beleuchtung auf den Straßen, Straßenbahn statt U-Bahn, Wiedereinführung des Frauennachttaxis.

3. Lesben bezahlen nur die Hälfte der KFZ-Versicherung.

Begründung: Lesben verursachen weitaus weniger Schaden im Verkehr als Männer.

4. Wir fordern den gesamten Austausch des Präsidiums und des Verwaltungsrates des ADAC durch Lesben.

5. Wir fordern den gesamten Austausch des Vorstandes der DB durch Lesben.



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Teilziel, 4. Bereich Einkommen und Private Wirtschaft
1. Lesben sollen in allen Berufen das doppelte Gehalt wie Männer erhalte. Etwaige Unterbezahlungen werden sanktioniert.

Lesben übernehmen im Berufsleben mehr Verantwortung, leisten bessere (qualitativ wertvollere) Arbeit und müssen finanzielle Verantwortung für ihren Haushalt, ihre Alterssicherung, sowie z.T. für ihre Partnerin und Kinder übernehmen. Aufgrund der massiven Jahrhunderte andauernde Unterdrückung ist die finanzielle Situation der meisten Lesben so untragbar niedrig, dass nur durch eine Verdoppelung der Vergütung gegenüber Männern hier annährend Gerechtigkeit hergestellt werden kann. Zur Zeit (2008/2009) verdienen Frauen in Deutschland 23% weniger als Männer, im EU Durchschnitt 17% weniger als Männer.
Nach einer Kienbaum-Umfrage vom Juli 2008 verdienen Frauen halb so viel wie Männer
( Infos: Quelle Kienbaum, Juli 2008 Kienbaum-Umfrage zu Diversity Compliance
Logistik: Frauen verdienen halb so viel wie Männer Der Befund ist eindeutig: Egal in welcher Branche, bei welcher Unternehmensgröße, auf welcher Hierarchieebene, bei welchem Lebensalter oder welchem Bildungsabschluss – Frauen verdienen im Durchschnitt deutlich weniger als Männer. Der Vergütungsnachteil für Frauen auf der ersten und zweiten Ebene ist bei den variablen Gehaltsbestandteilen mit 37 Prozent größer als beim Grundgehalt mit 19 Prozent. In der Bankbranche verdienen männliche Führungskräfte beispielsweise durchschnittlich 104.000 Euro pro Jahr, während die jährliche Gesamtvergütung der Frauen lediglich 77.000 Euro beträgt. Noch größer ist der Unterschied in der Logistikbranche: Mit 77.000 Euro im Vergleich zu 147.000 Euro erhalten Frauen auf der gleichen Führungsebene nur rund die Hälfte des Salärs ihrer männlichen Kollegen.

Männer verdienen schon beim Berufseinstieg mehr
Betrachtet man die geschlechterspezifsche Vergütung anhand der Unternehmensgröße, fallen mit 28 Prozent besonders große Gehaltsunterschiede in Unternehmen mit 2.000 bis 5.000 Mitarbeitern auf. Auch bei Großunternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten ist die Entgeltungleichheit stark ausgeprägt: Frauen verdienen hier im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer.

Deutliche Differenzen sind schon bei der Vergütung von Nachwuchskräften zu erkennen: Männliche High Potentials unter 30 Jahren erhalten ein rund zehn Prozent höheres Fixgehalt als ihre Kolleginnen – 48.000 Euro im Vergleich zu 43.000 Euro. Diese Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau nehmen mit steigendem Lebensalter immer weiter zu. Während männliche Führungskräfte mit jeder Altersstufe mehr verdienen, sinkt das Einkommen der Frauen ab 50 Jahren wieder. Ursächlich dafür sind vor allem traditionelle Rollen- und Lebensmodelle.


2. Solange das Gehalt von den Lesben noch nicht erhöht wurde, müssen Lesben in allen Bereichen der städtischen Infrastruktur 25% weniger Eintritt zahlen, z.B. Kino, Theater, Sportanlagen, Schwimmhallen, Verkehr, etc..


3. Die Grundsicherung (Hartz IV) soll bei Lesben um 100% höher liegen als bei Männern.

Begründet wird dies durch die höheren Lebenshaltungskosten bei Lesben: (Hygiene-Artikel, Friseur, Pille, BH, Intimrasur, Bildung, Schuhe, Schmuck, Kleidung, Schminke, Nagellack, etc.)

4. Lesben erhalten gleiches Erbrecht wie heterosexuelle Paare.
5. Wir fordern die Aufhebung des Ehegattensplittings.



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Teilziel, 3. Sexualität, Lebenspartnerschaften, Alter
1. Zur Zeit noch nicht lesbisch offen lebende Mädchen und Frauen müssen in jeder Lebensphase unterstützt und aktiv ermuntert werden lesbisch zu leben. Auf dem Weg zu einer lesbischen Gesellschaft sind viele Outings erforderlich.

Maßnahmen:

· Verankerung im Schulunterricht: folgende Fächer müssen aktualisiert werden, mit dem Ziel lesbische Themen zentral zu behandeln: Religion, Ethik, Sozialwissenschaften, Deutsch (Literatur), Biologie, Geschichte

· Ermöglichung einer angstfreien Entwicklung der sexuellen Identität und des Selbstwertgefühls und Verankerung von Maßnahmen im Jugendplan des Landes.

· Aufbau von Lesben-Frauen-Kneipen, Frauen-Lesben-Buchläden, Coming-Out-Kursen, Lesben-Mütter-Gruppen

· Unterstützung dieser Aufbauarbeit durch Medien und Presse

· Aufbau von lesbischen Jugendeinrichtungen, Jugendberatungsstellen und Jugendangeboten, damit junge Lesben nicht isoliert aufwachsen.

2. Die Zwangsmonogamie (Ehe), wie sie vor allem durch monotheistische Religionen normierend vorgeschrieben wird, ist abzuschaffen. Sexuelle Monogamie konnte bisher für keine Säugetier-Art nachgewiesen werden , weswegen sie auch aller Wahrscheinlichkeit nach beim Menschen nur über kulturelle Zwänge aufrechterhalten wird. Vgl. Ledford, H. (2008). Nature, 451(7179):617.
In Matriarchaten (z. B. Mosuo in China, Matriarchat mit 35.000 Menschen) ist die monogame Partnerschaft meist unbekannt.

Solange allerdings die Ehe rechtlich besteht, erhalten Lesben alle ehelichen Rechte wie heterosexuelle Menschen.

3. Flächendeckend sind Schutzräume für Lesben und Junglesben aufzubauen (Frauen- und Mädchenhäuser). Dort ist absolute Sicherheit zu gewährleisten. Die Finanzierung liegt in der Verantwortlichkeit des Bundes.

4. Die Integration von lesbischen Seniorinnen in die Gesellschaft gilt es zu fördern, als aktive und wichtige Maßnahme gegen Altersdiskriminierung und Isolation.

5. Förderung einer integrativen Wohn- und Betreuungsform für lesbische Frauen im Alter.

6. Förderung von altersgerechten Kulturstätten und Treffpunkten für Lesben im Alter.



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Teilziel, 2. Politik und Marktwirtschaft
Wir fordern im Bereich der Politik aktive Unterstützung:

1. Einrichtung einer lesbischen Institution in jedem Bundesland:

In jedem Bundesland soll eine lesbische Vertretung/ Institution eingerichtet und durch staatliche Gelder finanziert werden. Sinn und Zweck dieser Einrichtungen sind:

1. dauerhaft die Lebenssituation lesbischer Frauen zu stärken und zu verbessern
2. engagierten Lesben bei den Gründungen von lesbischen Gruppen zu fördern
3. landesweit einen Erfahrungsaustausch zwischen den Gruppen herzustellen
4. als Beratungs-, Vernetzungs- und Informationszentrum zu fungieren
5. Lesben auf der politischen Ebene zu vertreten
6. Bildungs- und Öffentlichkeitsveranstaltung bezüglich Förderung des lesbischen Lebens durchzuführen


2. Zur Förderung einer sozialorientierten und gewaltfreien lesbischen Gesellschaft fordern wir:


2.1. eine fest installierte Landesbeauftragte, die sich dafür einsetzt, die Belange der Lesben umzusetzen. Die die Akzeptanz gegenüber Lesben fördert und entsprechend Steuerungsaufgaben ausführt.

2.2. Sicherstellung der Finanzierung in der Wissenschaft und Forschung für Studien und deren Veröffentlichungen, die die Forschung von lesbischen Lebensweisen zum Inhalt haben. (Bereiche: Geschichte, Psychologie, Sozialwissenschaft, Kommunikation, Medizin, etc.)

2.3. eine Erstellung eines Maßnahmeprogramms der Länder, welches geeignet ist, Ausgrenzungen, Mobbing und Gewalt auf Grund eines Coming-Outs oder einer offenen lesbischen Lebensweise vorzubeugen.

2.4. Lesben mit Migrationshintergrund sind zu fördern.

2.5. Lesben mit Asylhintergrund ist Aufenthalts- und Bleiberecht zu gewähren.

3. Jungen und Männer müssen in der Ausbildung in Hauswirtschaft gefördert werden, z.B. kochen, bügeln, putzen, Pflege hilfsbedürftiger Menschen. Außerdem müssen Jungen und Männer Anti-Aggressions-Sozialtrainings besuchen. Insgesamt sollen soziale und emotionale Kompetenzen bei Männern gefördert werden.

4. Wir fordern eine aktive Aufarbeitung der NS-Zeit aus lesbischer Sicht. Lesben wurden selten durch das Gesetz § 175 verurteilt, denunziert, gefoltert und verfolgt, sondern sie standen eher unter unterschiedlichen Repressalien und wurden in der NS-Zeit als asozial eingestuft. Ihr Zeichen war häufig das schwarze Dreieck.

5. Kriegsspielzeug und Gewalt-Spiele (PC, Internet) sollen verboten werden.

6. Folgende Bereiche sollen fest verstaatlicht werden: Bildung, Medizin/ Gesundheit, Transport/ Verkehr, Post, Energienetze, Entsorgung und Wasser.

7. Fernziel: Die Produktionsmittel gehen vollständig zu lesbischen Eignern über.



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Teilziele, 1. Arbeit
Wir fordern im Bereich der Ausbildungs- und Arbeitswelt:

1. Alle frei werdenden Positionen werden mit Lesben besetzt. Diese Maßnahme wird über die Dauer einer Generation (= 15 Jahre) durchgeführt.

2. Staatliche und wirtschaftliche Führungspositionen müssen grundsätzlich mit Lesben besetzt werden.

Begründung:

Für die Bildung einer lesbischen Gesellschaft ist es dringend erforderlich, dass die wirtschaftlichen und staatlichen Entscheidungsträger dieses Ziel aktiv fördern, was durch Lesben am besten geleistet werden kann. Es ist außerdem erforderlich, dass möglichst viele Lesben in Führungspositionen Modellfunktion ( Bandura, A. (1986). Social foundations of thought and action. Englewood Cliffs, Nj: Prentice Hall.) übernehmen, um weitere Lesben zu ermuntern in Führungspositionen aufzusteigen.

Konkrete Maßnahmen:
a) Ausbildung von Lesben in Führungsqualitäten
b) Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit von Lesben

3. Lesben werden bei der Ausbildung und der Arbeit in Handwerks- und Technikberufen bevorzugt berücksichtigt.

Begründung:

41,5 Prozent beträgt der Anteil von Frauen in allen Ausbildungsberufen. In den technischen Berufen ist ihre Anzahl jedoch sehr gering. Zwar sind die Zahlen in den letzten Jahren leicht gestiegen, aber sie sind weiterhin spürbar niedrig: 2006 absolvierten lediglich 3,5 Prozent weibliche Azubis eine Berufsausbildung im Elektrikbereich und 2,2 Prozent in den Metallberufen. (Amt für Statistik 2008), Hintergrund für Girl’s Day.

Konkrete Maßnahmen:

Die Handwerkskammer soll als Kontrollorgan dienen. Ihr sollen die Betriebe begründen, warum in diesem Jahr keine Lesbe eingestellt wurde. Installierung von Ansprechpartnern für lesbische Belange.


4. Ausbildung, Arbeit, sanitäre Anlagen

Fehlende Sanitäranlagen sind kein Grund, Lesben nicht anzustellen. Die Änderung der Rechtslage im Bereich Sanitär für die Betriebe wird sei 1983 nicht in Angriff genommen.
Nach § 6 Arbeitsstättenverordnung gilt:
Umkleide-, Wasch- und Toilettenräume sind für Männer und Frauen getrennt einzurichten oder es ist eine getrennte Nutzung zu ermöglichen.
Ist die Errichtung eines zweiten Umkleide-, Wasch-, oder Toilettenraumes aus wirtschaftlichen oder baulichen Gründen nicht möglich oder zumutbar, reicht also ein gemeinsamer Raum aus.
Der Betrieb muss dann aber durch organisatorische Maßnahmen die Geschlechtertrennung sicherstellen.
Solche organisatorischen Maßnahmen sind:
§ Festlegung unterschiedlicher Benutzungszeiten der Räume für Männer und Frauen
§ Räume sind von innen abschließbar
§ Arbeitgeber sorgt für einwandfreie hygienische Verhältnisse nach der Benutzung durch jedes der beiden Geschlechter



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Übergeordnetes Ziel
Die übergeordneten Ziele sind die Wiederherstellung eines Anteiles von 90 % Lesben am Gesamtanteil aller Frauen in allen Gesellschaften und die weltweit vollständige Abschaffung patriarchaler Strukturen.

Wir gehen davon aus, dass unter optimalen kulturellen und gesellschaftlichen Randbedingungen, die weit überwiegende Mehrheit aller Frauen lesbisch sein würde. Lesbisch zu sein bedeutet für uns, stolz darauf zu sein Frauen lieben zu können, lieben zu dürfen und lieben zu wollen, egal ob mental und/ oder körperlich. Bereits heute fühlen sich Umfragen zufolge über 20% der Frauen zu Frauen erotisch hingezogen ( Savin-Williams, R.C. (2006). Current Directions in Psychological Science, 15, 40-44.) und zwei Drittel aller Frauen könnten sich homosexuelle Kontakte vorstellen . (Santtila, P. et al. (2008). Biological Psychology, 77, 102-105.)
Daraus geht hervor, dass bereits heute, unter den gegebenen restriktiven politischen Bedingungen eine rein heterosexuelle Lebensweise nur von einer Minorität von Frauen bevorzugt wird. Es ist zu erwarten, dass unter den aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Anteil lesbischer Frauen grob unterschätzt wird. Es ist das Ziel, diese Rahmenbedingungen so zu verändern, dass Frauen stolz darauf sind, lesbisch zu sein und so die heterosexuelle Lebensform zu einer Randerscheinung wird.

Das Ziel einer lesbischen Gesellschaft ist es, Lebensweisen zu unterstützen und zu fördern, die Lesben auszeichnen. Hierzu zählt in erster Linie die Freiheit des Menschen auf allen Ebenen zu gewährleisten. Jeder Mensch soll jederzeit und auf allen Ebenen frei über sein eigenes Leben bestimmen. Die Freiheit erstreckt sich über die vollständige Selbstbestimmung, auf die Präferenz sozialer, privater und öffentlicher Bezüge und auf die Wahl von Lebensformen. Solange hierdurch niemand anderes Freiheit eingeschränkt wird, ist es das Ziel, sämtliche Rahmenbedingungen, die in irgendeiner Weise Handlungs- und Gedankenfreiheit einschränken, abzuschaffen. Weiterhin sind bereits heute offen lebende Lesben durch ein extrem hohes Ausmaß an Zivilcourage gekennzeichnet. Wenn Lesben heute trotz andauernder Benachteiligungen im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereich auf einer oder mehreren Ebenen ihr Lesbischsein vermitteln, zeugt dies von herausragender Tapferkeit. Zivilcourage soll daher als gesellschaftliche Norm etabliert werden und bei allen Menschen gefördert werden.

Es liegt an jeder einzelnen Lesbe und Frau sich über das folgende Manifest ihre eigenen Gedanken zu machen.
Wir fordern aber auch zur Verwirklichung dieses Ziels mehr Verantwortung und Aufgabe des Staates. Es ist seine Aufgabe emanzipatorische Wege der Lesben zu unterstützen und nachhaltig zu fördern.

Wir haben im Folgenden Teilziele formuliert, die kurz- und mittelfristig durchgeführt werden können. Die Teilziele haben zumeinst das Ziel, dass die heute gültigen Rahmenbedingungen in der BRD so verändert werden, dass die Voraussetzungen zu einer Umgestaltung der Gesellschaft zu einer lesbischen Gesellschaft geschaffen werden können. Die Umsetzung dieser Teilziele soll es also letztlich ermöglichen, das übergeordnete Ziel zu erreichen. Zum Teil werden auch darüber hinaus gehende Fernziele definiert.

Der Einfachheit und der Deutlichkeit halber haben wir im folgenden Text weitestgehend den Begriff „Frau“ direkt durch das Wort „Lesbe“ oder „lesbisch“ ersetzt.



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